Art der Aktivität

Aktivitäten lassen sich nach den Einsatzmöglichkeiten kategorisieren und natürlich sind häufig mehrere Kategorien zutreffend. Die meisten Aktivitäten sind mit Bewegung verbunden und sind ebenso zur Wahrnehmungs- und Sinnesschulung geeignet. Kreativität ist im künstlerischen Sinne gemeint, aber durchaus auch im kognitiven Sinne von „zu neuen Ideen anregend“. Manche Übungen dienen dazu, einer Veranstaltung eine Struktur zu geben (Strukturübungen). Viele waldpädagogische Aktivitäten erfordern Kooperation zwischen den Teilnehmenden.


Fachwissen zu vermitteln ist in der Waldpädagogik ein wichtiges Ziel. Dieses sollte nicht alleine im Vordergrund stehen. Gerade das beiläufige Lernen ist ein hohes Ziel.


Viele Aktivitäten bekommen erst ihren angemessenen Stellenwert, wenn sie in Projekten oder in projektähnlichen Unterrichtsphasen verwendet werden. Waldpädagogik, die sich im Rahmen einer BNE versteht, will vermehrt Projekte anbieten. Angegeben werden diese Kategorien, wenn diese eindeutig zutreffen und wenn diese Kategorie unbedingt angestrebt werden soll.

 

BNE-Kriterien

Versteht sich Waldpädagogik als Bildung für Nachhaltige Entwicklung, dann muss sie deren Kriterien ernst nehmen und daran arbeiten, diese in jeder Veranstaltung zu berücksichtigen. Natürlich ist dies nicht immer in jeder Aktivität in gleicher Tiefe und Umfang möglich. Auch gibt es Übungen, die direkt nichts mit BNE zu tun haben und trotzdem wertvoll sein können.


Die Umsetzung von BNE in waldpädagogischen Veranstaltungen hängt nicht an Einzelheiten, erstrecht nicht an Inhalten, sondern wird eher bestimmt von dem methodischen Zugang. daher ist es auch nicht möglich diese Kriterien nach eine Check-Liste einfach nur abzuhaken und damit als realisiert zu sehen. Das Gesamtkunstwerk der Veranstaltung muss den Willen zur BNE für alle Beteiligten spürbar werden lassen – dann sind auch die Kriterien wieder auffindbar (siehe auch Kapitel BNE-Sterne im Einführungstext).