Dauer (min)

Die Zeitangabe für die Aktivitäten kann nur ungefähr angegeben werden. Dies hängt z.B. davon ab, wie lange die Einführung dauert, ob ein Probelauf oder aktives Vormachen stattfinden. Manche Aktivitäten werden im mehreren Runden durchgeführt, dann kommt es drauf an, wie viele notwendig und sinnvoll sind.


Insbesondere ist zu betonen, dass es immer wichtig und sinnvoll ist, mit den Teilnehmenden nach den Aktivitäten ins Gespräch zu kommen. Gerade auch bei einfachen Übungen, wie z.B. beim "Waldkonzert" oder bei der "Tierimagination" ist ein Nachgespräch wertvoll. Leitende erfahren viel über die Gruppe und jeder Teilnehmende kann sich sein Verhalten und seine Gedanken nochmals bewusst machen. In jedem Falle ist es wichtig, dass die Leitenden nur strukturieren, sich aus der Inhaltsebene raushalten, also weder kommentieren noch werten und Aussagen für sich stehen lassen.


Wie lange so ein moderiertes Gruppengespräch dauert, lässt sich nur schwer vorhersagen. Manchmal wollen alle zu Wort kommen, manchmal nur wenige. Natürlich können solche Austauschrunden sich auch, wegen des Mitteilungsbedürfnisses Einzelner dehnen. Ein „Redestein“ oder ein „Zapfen-Mikrophon“ können helfen. Zeitvorgaben sind möglich, sollten dann aber auch eingehalten werden. „Zeitfresser“ sind gegebenenfalls auch abzubrechen.


In jeder Veranstaltung ist die zeitliche Gestaltung auch davon abhängig, wie eng die Leitenden ihr Ohr am Herzen der Gruppe haben. Unruhe in der Gruppe, gelangweilte Gesichter, Nebengespräche usw. dienen als Indikatoren für ein notwendiges Zeitmaß. Als Faustregel gilt „Vertraue deinem Gefühl“. Spätestens wenn wir selbst bemerken, dass es zu lange wird – bald ein Ende der Aktivität suchen, eine Variante einführen oder einen Höhepunkt setzen.


Zeitmanagement ist sehr personenabhängig, braucht eine deutliche Präsenz der Leitung und eine klare Dramaturgie.

Material

Die meisten Materialien finden sich im Wald. Waldpädagogik hat die Stärke, dass wenig Materialaufwand gemacht werden muss. Materialaufwändigere Aktivitäten sollten in kürzeren Veranstaltungen gering dosiert eingesetzt werden.


Minimalisten arbeiten mit möglichst wenig Material, das in den Wald getragen wird und mit möglichst vielen Naturmaterialien, die sie im Wald vorfinden. Der Wald als Erlebnisraum soll auch durch seine Fülle der vorliegenden Materialien wirken. Mittelwege sind zu suchen: mitnehmen, was nötig und Reserven einplanen.


Waldpädagogen verzichten in aller Regel auf Arbeits- und Informationsblätter. „Papierschlachten“ sind den Schulen vorbehalten. Trotzdem kann es Aktivitäten geben in denen Arbeitsblätter Sinn machen. So ist es z.B. bei Baumbiografien evtl. sinnvoll, Dokumentationen zu erstellen. Andererseits können diese mit Hilfe von Sammeltüten in das Klassenzimmer verlegt werden. Im Wald kann man ohne Schreibbretter nur schwer mitschreiben. Eine enge Absprache mit den Lehrenden kann nötig sein.

Vorbereitung

Ortskenntnis ist immer notwendig und schützt vor dem Zwang allzu spontane Entscheidungen treffen zu müssen. Bei der Ortsbegehung müssen vor allem auch Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Gefahrenstellen müssen erkannt und vermieden werden. Dabei ist auch der Blick nach oben wichtig. Gibt es dürre Totäste oder hängende Bäume, die herabfallen können? Insbesondere alte Eichen sollten daraufhin geprüft werden.


Nur wenige Übungen erfordern größere Vorbereitung. Trotzdem sollten sich Waldpädagogen einen Fundus an Materialien zulegen. So kann auch Vorbereitungszeit minimiert werden.