Projekte

Projekte und projektähnliche Arbeitsformen

Projektunterricht, projektartiger oder projektorientierter Unterricht umschreiben alle projektähnlichen Unterrichtsformen. Projekte sind ganzheitliche, integrative Methoden mit einem maximalen Grad an curricularer Offenheit. Partizipation und Binnendifferenzierung machen kooperatives Verhalten und Zusammenarbeit notwendig.

Die Wurzeln der Projektmethode liegen im US-amerikanischen Pragmatismus (z.B. Dewey und Kilpatrick,1935). Diese Methode ist auf jede Art von Bildungsarbeit übertragbar. Die Grundintention ist eine gesellschaftlich-politische und war eine Reaktion auf tief greifende gesellschaftliche Veränderungen in der Produktion und im Konsum des beginnenden 20. Jahrhunderts. Projekte fordern ein neues Verständnis von Lernenden und Lehrenden. Projektlernen gilt als vielschichtig, tief gehend und resistent gegen Vergessen. Dies ist eine Folge des selbstständigen und interdisziplinär vernetzten Arbeitens.

 

Phasen des Projekts

Projektunterricht wird initiiert und das kann durchaus auch durch Lehrpersonen geschehen. Ideen für Projekte und das weitere Vorgehen werden gefunden und Ziele gesetzt. Dann erfolgt der Einstieg in das Projekt und die konkrete Planung. Projekte werden arbeitsteilig in koordinierten und vernetzten Gruppen durchgeführt und von Lehrpersonen und ggf. externen Fachleuten begleitet. Stets schließen die Arbeitsphasen mit einer Präsentation der Projektergebnisse. Eine abschließende Auswertung (Reflexion) vertieft die Lerneffekte und führen ggf. zu neuen Projektideen.

 

Merkmale der Projektmethode

Projekte wollen ...

  • ... die Lernenden körperlich und geistig aktivieren und motivieren.
  • ... Selbstorganisation und Selbstverantwortung der Lernenden
  • ... Teamwork in kooperativen Lernsituationen
  • ... alle Sinne ansprechen und für die Projektziele nutzen.

 

Projektunterricht ist geprägt durch:

  • … Situationsbezogenheit und Lebensweltbezug
  • … Interessen der Lernenden. Es können durchaus von außen z.B. auch von Lehrenden Impulse gesetzt werden.
  • eine zielgerichtete Planung der Lernenden
  • Vernetzung der Teilnehmenden und Binnendifferenzierung
  • Interdisziplinarität, insbesondere bei fächerübergreifenden Projekten.
  • Gesellschaftsrelevanz
  • Ganzheitlichkeit („Mit Kopf, Herz und Hand“)
  • Produktorientierung: stets wird die Erstellung eines Produktes angestrebt z.B. Ausstellung, Veröffentlichung,...
  • demokratische Unterrichtsführung, also Partizipation der Teilnehmenden auch an den wesentlichen Entscheidungen.
  • Miteinbeziehung außerschulischer Lernorte